Mit Femtocells (auch Picozellen genannt) können mit relativ kleinen Aufwand begrenzte Gebiete wie Kreuzfahrtschiffe oder Firmengelände versorgt werden. Femtocells entsprechen dabei kleinen Mobilfunk Basisstationen.

Eine typische Anwendung sind Campuslösungen, wie sie beispielweise In&Phone in der Schweiz anbietet: Auf dem Gelände eines Unternehmens werden Femtocells aufgebaut, in die sich die Mobiltelefone der Mitarbeiter einbuchen. Dort können sie zu sehr niedrigen Preisen telefonieren. Damit wird ein Festnetztelefon überflüssig. Verlassen sie nun das Firmengelände, bucht sich die Karte in das Netz des Mobilfunkanbieters sunrise ein, mit dem In&Phone ein National Roaming Agreement geschlossen hat.

Voraussetzung für eine Campuslösung ist eine Mobilfunklizenz, die benötigt wird, um einen eigenen Frequenzbereich zu erhalten. In&Phone verfügt über die fünfte GSM Lizenz in der Schweiz. In Großbritannien sind 2006 12 Lizenzen für solche und ähnliche Anwendungen versteigert worden. In Deutschland jedoch ist nicht abzusehen, daß mittelfristig Frequenzen an neue Anbieter vergeben werden.

Vorteile:
  • Funktioniert mit praktisch jedem Mobiltelefon

Nachteile:
  • Erfordert eine eigene Mobilfunklizenz
  • Bei Campuslösungen sind National Roaming Agrreements notwendig