Schränkt Nokia den VoIP Support ein?

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Unter den fünf großen Mobiltelefonherstellern ist Nokia, das Unternehmen, das am stärksten auf Konvergenz setzt. Mittlerweile gibt es 14 Geräte, die den SIP Standard unterstützen. Hierbei handelt es sich im wesentlichen um Smartphones der N und E Serien (E60, E 61, E61i, ) mit WLAN und einem im Betriebssystem integrierten SIP Client.
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Mit dem Modell 6301 hat Nokia sogar ein UMA Gerät im Portfolio.

Doch dem Portal GigaOM ist aufgefallen, daß der SIP Client in den jüngst vorgestellten Nokia S60 Geräten fehlt. Im Artikel „No VoIP In New Nokia N-Series Phones? Is Nokia Turning Its Back on MobileVoIP?“ erwähnt der Autor das N78 und das N96. Neuere Business Geräte wie das E71 verfügen dagegen noch über den SIP Client (s. Abbildung).

GigaOM vermutet, daß Druck der Mobilfunkanbieter hierzu veranlaßt habe. In der Tat fürchten diese Kannibalisierungseffekte beim Sprachumsatz durch Mobile VoIP. Hororszenario Bitpipe. Wie ernst es den Mobilfunkanbietern ist, zeigt der aktuelle Rechsstreit zwischen T-Mobile und dem VoIP Anbieter Sipgate um einen iPhone SIP Client.

In einer Antwort auf den GigaOM Artikel bestritt Nokia Druck seitens der Netzbetreiber. Auch könne von ausbleibender SIP Unterstützung keine rede sein. Es fehle lediglich der VoIP Client, doch könne Software von Drittherstellern auf dem SIP Stack aufbauen, der nach wie vor installiert sei.

Es bleibt abzuwarten, wie sich Nokia hinsichtlich VoIP in zukünftig positionieren wird.

(GK)

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